U18-Team ist Oberliga-Meister

Das männliche U18-Oberliga-Team von Kooperationspartner Eintracht Frankfurt hat die Oberliga-Rückrunde ohne Niederlage beendet und ist somit Meister der Oberliga-Saison 2017/2018. Mit insgesamt 17 Siegen in Folge konnte sich das Team um Trainergespann Dubravko Prusina und Tobias Bender auf dem ersten Tabellenplatz festsetzen. Das erste Saisonziel hat der Leistungsnachwuchs damit erreicht und besitzt das Austragungsrecht für die anstehenden Hessenmeisterschaften, die am Samstag, den 03. März in der Wöhlerschule stattfinden werden.

Jan Lennart Bee geht im Leistungsnachwuchs-Programm von Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS in der U18-OL, als auch für die JBBL auf Korbjagd

Verlauf Rückrunde:
Direkt zu Beginn der Rückrunde stand das erwartete Spitzenduell zwischen Frankfurt und Kronberg auf dem Programm. Kronberg, bis dahin noch Tabellenführer, konnte dem Team um die beiden Mannschaftskapitäne Vasiljevic und Dietrich, die bis dahin einzige Saisonniederlage beibringen. Leider blieb das Duell auf Augenhöhe aus, auch aufgrund des Fehlens von Kronbergs Topspieler und ehemaligen Eintracht Akteur Noah Litzbach, aber vor allem aufgrund einer sehr dominanten und konzentrierten ersten Halbzeit, die die Frankfurter aufs Parket brachten. Schnell wurde die Führung in einen zweistelligen Bereich hochgeschraubt. Vor allem beim Rebound und in der Verteidigung zeigte sich die Heimmannschaft sehr dominant. Bereits zur Halbzeit setzte man sich mit 48:21 ab. Doch Kronberg bündelte noch mal alle Kräfte, traf in der zweiten Halbzeit besser von außen und wollte unbedingt den direkten Vergleich für sich entscheiden. Tatsächlich entschied sich dieser dann in den letzten Angriffen zugunsten der Frankfurter (81:53).

"Ich bin heute sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Natürlich hat die Niederlage im ersten Saisonspiel an den Jungs genagt und wir haben im Rückspiel genau die Reaktion gezeigt, die nötig war. Wichtig war es den direkten Vergleich für uns zu entscheiden. Es ist schade, dass Kronberg nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Ich denke, dass wir erst bei den Hessenmeisterschaften das wahre Kräftemessen sehen werden", fasste Coach Dubi zusammen.

Das darauffolgende Auswärtsspiel beim TV Langen wurde mit minimalistischem Aufwand gewonnen. Das Spiel blieb über weite Strecken bis in die Schlussphase ausgeglichen. Durch einen letzten Run der Frankfurter konnten die Weichen für den Sieg gelegt werden. Die Eintracht präsentierte sich zu fahrlässig in der Verteidigung und wollte im Angriff entweder mit dem Kopf durch die Wand, oder mit schweren Würfen von außen zum Erfolg gelangen, anstatt den gewohnten Tempobasketball zu zeigen. Langen präsentierte sich stark bei der Ballbewegung und wollte sich augenscheinlich für die hohe Hinrunden Pleite revanchieren.

"Das war kein gutes Spiel von uns. Weder im Angriff noch in der Verteidigung haben wir unsere Stärken ausspielen können. Mit so einer minimalistischen Einstellung kann man keine vernünftige Perfomance zeigen. Die Jungs müssen lernen, dass sie immer am Limit spielen müssen", waren sich beide Coaches über den Spielverlauf einig.

Im nächsten Auswärtsspiel gegen den BC Wiesbaden zeigten die Frankfurter dann wieder ihr altes Gesicht. Mit aggressiver Verteidigung und schnellem Teamplay konnte man gegen einen physischen Gegner zu einem 77 zu 95 Erfolg gelangen. Wiesbaden wehrte sich stets gegen die drohende Niederlage und bot phasenweise beachtlich Paroli.

"Zwischenzeitig hat sich ein regelrechtes Intensitätsfeuerwerk abgespielt. Mit allem was dazu gehört: spektakuläre Offensivaktionen, Defensive Plays, Trashtalk, aber stets sportlich und Fair! Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. So muss Jugendbasketball aussehen" resümiert Headcoach Prusina nach dem Spiel.

Es folgte ein Heimsieg gegen die TG Hanau, bei der vor allem in der ersten Halbzeit die Dominanz der Frankfurter deutlich wurde. Bereits beim 44 zu 16 Halbzeitstand, war das Spiel entschieden. In der zweiten Halbzeit wurde dann das Ergebnis mehr oder weniger verwaltet und man beendete das Jahr mit einem weiteren Sieg.

"Wir haben uns für die zweite Halbzeit neue Ziele gesetzt, die wir leider nicht umsetzen konnten. Sicherlich spielt hier die klare Halbzeitführung eine Rolle, die im weiteren Verlauf des Spiels den Aggressivitätslevel niedrig hielt", fasste Assistenztrainer Tobi zusammen.

Zum Jahresbeginn stand das erwartet schwere Auswärtsspiel gegen Gießen an. Vor allem in der ersten Halbzeit verlief das Spiel sehr ausgeglichen. Frankfurt zeigte schwächen in der 1 gegen 1 Verteidigung und im Angriff fanden viele vermeintlich einfache Abschlüsse nicht ihr Ziel. Nach dem Seitenwechsel schafften es die Frankfurter sich dann doch abzusetzen und ein weiterer Auswärtserfolg konnte gefeiert werden.

"Gießen ist in der eigenen Halle ganz anders aufgetreten als noch im Hinspiel. Wir haben damit gerechnet und wollten uns nicht beirren lassen. Erst in der zweiten Halbzeit haben wir es geschafft, durch Stops in der Defense und anschließenden Schnellangriffen unsere wichtigen Runs zu landen. Dieser Faktor und unsere Überlegenheit beim Rebound, haben letztendlich den Unterschied ausgemacht", stellten die Coaches zu Spielende fest.

Es folgte eine unterdurchschnittliche Leistung beim Heimspiel gegen Homburg. Im Angriff fehlte es an Struktur und Klarheit. In der Verteidigung wurden zu viele einfache Körbe zugelassen. Im Gegensatz dazu lieferte Homburg eine starke Teamleistung, bewegte den Ball gut und verteidigte intensiv und Druckvoll.

"Das war weder schön anzusehen, noch entspricht es unserem Anspruch, was wir heute gezeigt haben. Wir werden daran arbeiten, dass wir in Zukunft deutlich konzentrierter, Strukturierter und intensiver auftreten", äußerten sich beide Coaches nach Spielende sehr kritisch.

Im nächsten Auswärtsspiel trafen die Frankfurter auf das Team des TV Lich. Schon im Hinspiel verlief das Aufeinandertreffen phasenweise sehr ausgeglichen. Auch wenn am Ende ein deutlicher Sieg zu Buche stand, spiegelt dies nicht zwingend den Leistungsunterschied wieder. Die Gäste hatten die top Jungs der Licher nicht im Griff und so gelang es den Hausherren stets auf Schlagdistanz zu bleiben, auch wenn die Frankfurter über weite Strecken des Spieles in Führung waren. Am Ende waren es einige Big Plays, die einen weiteren Saisonsieg  zur Folge hatten.

"Lich hat in eigener Halle alle Register gezogen um das Spiel so lange es geht ausgeglichen zu gestallte. Am Ende war es wichtig auch ein knappes Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden und nicht in Panik zu verfallen. Das haben wir gut gemacht. Trotzdem gibt es vorher einiges was wir verbessern müssen, damit es gar nicht so weit kommt", äußerten sich die Coaches nach Spielende mit gemischten Gefühlen.

Im nächsten Heimspiel gegen Offenbach kam es zum erwarteten Heimsieg. Beide Mannschaften traten nicht in Bestbesetzung auf und man konnte einen Start-Ziel-Sieg feiern (109:43). Vor allem die körperliche Überlegenheit, aber auch wie die Mannschaft gewisse Spielsituationen gelöst hat, waren ausschlaggebend für den deutlichen Erfolg.

"Vor allem die jüngeren Spieler haben heute einen super Job gemacht. Neben der gewohnt guten Einstellung in der Verteidigung, fand ich das Entscheidungsverhalten im Angriff sehr stark", lobte Bender seine jüngeren Schützlinge.

Das letzte Saisonspiel sollte dann ein ganz spezielles werden. Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Frankfurt dominiert von Anfang an und entscheidet das Spiel deutlich für sich. Kassel stellt die Frankfurter vor allem durch eine gute Trefferquote aus dem Dreipunktebereich vor einige Probleme. Doch es reicht nicht für eine Überraschung und ein weiterer Sieg steht am Ende für die Mainstädter auf der Anzeigetafel. Drumherum geht es aber wild zugange. Nur mit 6 Spielern angetreten, gerade so rechtzeitig zum Anpfiff in der Halle angekommen und mit einem defekten Vereinsbus nach mehrmaligem Überbrücken förmlich zur Halle angeschoben, wurde die Reise auf dem Heimweg abrupt auf der Autobahn beendet, wo man von den gelben Engeln nach Frankfurt  abgeschleppt wurde.

"Das war ein besonderer Tag für alle Anwesenden. Ich bin froh, wie wir die Situation gemeistert haben. Wir haben sehr viel gelacht und auch solche Umstände muss eine Mannschaft durchleben, um daran zu wachsen und vor allem die Teamchemie zu festigen", belächelt Coach Dubi den Spieltag.

Ausblick:
"Der Verlauf der Rückrunde verdeutlicht unser momentan größtes Manko - Kontinuität. Oft fällt es den Jungs schwer den Leistungslevel aufrecht zu erhalten. Das kann uns im weiteren Saisonverlauf das Genick brechen. Trotzdem sehen wir den kommenden Herausforderungen positiv entgegen und wollen jetzt erst einmal in eigener Halle Hessenmeister werden!", gibt Coach Prusina die Marchroute für das kommende Turnier vor.

Spielplan der Hessenmeisterschaften am Samstag, den 03. März 2018
(Wöhlerschule Frankfurt, Marbachweg, 60320 Frankfurt)

  • 10:00 Uhr Halbfinale 1: Frankfurt vs. Lich
  • 12:00 Uhr Halbfinale 2: Kronberg vs. Gießen
  • 15:00 Uhr Spiel um Platz 3
  • 17:00 Uhr Finale